// Ein Abenteuer in Western Australia

Anfang 2013 durften unsere australischen Kollegen ein umfangreiches Gleisinstandhaltungsprogramm für eines der neuesten und dynamischsten Eisenerzbergwerke in der Pilabara Region in Western Australia durchführen.

Der Grund: Die Fortescue Metals Group (FMG) hat ihre Abbaumengen durch die Erschliessung neuer Ressourcen fortwährend gesteigert, was den Bau neuer Abzweiggleise erforderte. Gleichzeitig erhöhten sich auch die Mengen, die über das bestehende Netz befördert werden.

Philosophie von FMG war es, das Erweiterungsprojekt „Solomon Line“ an ein Subunternehmen zu vergeben und die Gleisbauarbeiten im Rahmen der Instandhaltung selbst zu erbringen. Die Spezialisierung von Rhomberg Rail Australia auf hochwertiges Gleisstopfen und Planieren hat FMG dazu bewogen, uns mit ins Boot zu holen. Zudem hatten wir die perfekte Referenz: Bereits 2008 konnten wir für den gleichen Auftraggeber ein Instandhaltungsprogramm mit unserer Gleisstopfmaschine „09-3X“ äußerst erfolgreich umsetzen, wodurch die Kapazität der Mine auf Achslasten von 40 Tonnen angehoben wurde.

Für den neuen Auftrag kamen übrigens Australiens produktivster Maschinenzug, unsere kürzlich in Betrieb genommene „09-3XD Dynamic“ mit eingebauter „Dynamic Track Stabilisation“, und unsere „SSP-305 Schotterverteil- und –planiermaschine“ zum Einsatz.

Herausforderungen gemeistert

Als FMG Rhomberg grünes Licht gab, galt es, erhebliche logistische Herausforderungen zu meistern. Die Maschinen mussten abgebaut, für die 3.000 Kilometer lange Reise in die Region Pilbara auf LKWs geladen, vor Ort wieder abgeladen und in Betrieb genommen werden. Dies alles verlief reibungslos, und der Kunde war erneut von Rhombergs Fähigkeit beeindruckt, solch große Maschinen schnell an einem der entlegendsten Orte der Welt einsetzen zu können.

Da die Maschinen ununterbrochen in Betrieb waren, musste die bestehende Mannschaft von einem kompletten zweiten Team unterstützt werden. Dazu wurde ein „Fly-in- and Fly-out“-Standort eingerichtet, an dem die Kollegen die Möglichkeit hatten, Zeit mit ihren Familien zu verbringen – als Ausgleich für die Zeit in der Mine. Nichtsdestotrotz erforderte das Zusammenstellen der zusätzlichen Mannschaft von allen Beteiligten viel kreatives Denken, auf das Ausbildung und Schulung folgten, um den gewohnten hohen Rhomberg-Qualitätsstandard gewährleisten zu können.

Nach beinahe zwölf Monaten ist FMG von unseren Ergebnissen beeindruckt. Überzeugt hat unter anderem unsere Maschinenzuverlässigkeit von 98,5%. Die ermöglichte es uns, die Zeitfenster der Sperrpausen zwischen den Eisenerzzügen zu optimieren. „Well done“ an alle Beteiligten!

08.04.2014